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Aktuelle Projekte

Mit dem Projekt ForEST (Formative Evaluation von SPRINT) werden Daten, die über einen Zeitraum von drei Jahren (2016 – 2019) an bayerischen Realschulen in besonderen Sprachförderklassen erhoben werden, evaluiert und durch den Lehrstuhl Didaktik des Deutschen als Zweitsprache wissenschaftlich begleitet.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Simone Lotter.

Der Umgang mit Diagrammen und Grafiken ist nicht nur für die schulische und berufliche Laufbahn von großer Bedeutung, sondern auch für den (medialen) Alltag. Die Aufgabe der Schule ist daher, diese Fähigkeit gezielt zu vermitteln.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Magdalena Michalak.

Unsicherheiten bei der Anwendung der deutschen Sprache wirken sich in der Schule bei weitem nicht nur auf den Deutschunterricht aus. Denn statt der relativ schnell zu erlernenden Alltagssprache wird bei fachlichem Lernen die Bildungssprache verwendet, vor allem im schriftlichen Bereich. Diese variiert von Unterrichtsfach zu Unterrichtsfach und weist kommunikative Strukturen auf, die geprägt sind von den durch die Tradition des jeweiligen Fachgebiets bestimmten Denk- und Arbeitsweisen. Sprachliches Lernen im Fachunterricht muss sich daher an der fachspezifischen Herangehensweise orientieren. Dies wirft zum einen die Frage auf, unter welchen Bedingungen das so definierte fachliche und sprachliche Lehren und Lernen im Fachunterricht möglich bzw. am effektivsten ist. Zum anderen ist zu klären, über welche linguistischen Kompetenzen Lehrkräfte aller Fächer verfügen müssen, um entsprechend didaktisch handeln zu können und Lernende mit und ohne DaZ an die komplexe Sprache heranzuführen.

Diese Fragestellungen stehen im Fokus folgender Teilprojekte am Lehrstuhl DiDaZ, welche die Perspektiven von (Zweit-)Sprachdidaktik und Didaktik der einzelnen Fächer gleichermaßen berücksichtigen:

  • Biologische Schulversuche sprachbewusst (in Zusammenarbeit mit Dr. K. Feigenspan, Biologiedidaktik)
    Die spezifische Sprache im naturwissenschaftlichen Unterricht und Strategien zur Vermittlung der Fachsprache in Biologie, die an die Phasen des Erkenntnisweges anschließen, stehen im Vordergrund der Untersuchung.
  • Geschichte im Museum (in Zusammenarbeit mit Dr. G. Büchert, Lehrstuhl Didaktik der Geschichte sowie KPZ)
    In Zusammenarbeit mit Didaktik der Geschichte sowie mit dem Kunst- und Kulturpädagogischem Zentrum der Museen in Nürnberg wird untersucht, welche Möglichkeiten Museen für das historische Lernen und die gleichzeitige Sprachvermittlung bieten und wie deutschlernende SuS aktiv mit Originalobjekten – sprachbewusst und mehrsprachig – arbeiten können.
  • Materialien für das Fach Geschichte (in Zusammenarbeit mit Dr. G. Büchert, Lehrstuhl Didaktik der Geschichte)
    Geschichte gilt als eines der sprachlich schwierigsten Fächer im Schulkanon. Ein Autorenteam aus wissenschaftlichen Mitarbeitern sowie Lehrbeauftragten des Lehrstuhls DiDaZ (Lotter, Sauer, Dr. Döhla, Brandmüller) unter der Leitung von Prof. Michalak und in Zusammenarbeit mit der Geschichtsdidaktik (Dr. Büchert) arbeiten an der Entwicklung von Materialien für den sprachbewussten Geschichtsunterricht, die auch sprachschwachen Lernenden mit und ohne DaZ die Auseinandersetzung mit komplexen historischen Themen ermöglichen.
  • Gesellschaftswissenschaften (L. Villing, DiDaZ und Didaktik der Sozialkunde)
    Gerade in einem stark sprachlich fokussierten Unterricht, in dem das Erlangen von Urteilskompetenz ein vorrangiges Ziel darstellt, haben DaZ-Lernende oft Schwierigkeiten mit der Verknüpfung von Fachlichkeit und Sprachlichkeit. Am Beispiel des mündlichen Argumentierens im Politikunterricht wird untersucht, wie sich diese beiden Aspekte bei Lernenden mit und ohne DaZ beeinflussen.
  • Musikunterricht – sprachbewusst gestaltet (A. Haberecht, Musikdidaktik)
    Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der musikalisch-ästhetischen Diskursfähigkeit von Grundschulkindern, wobei besonders die verwendeten sprachlichen Mittel beim Sprechen über Musik und die Unterschiede zwischen sprachschwachen und sprachstarken Lernenden untersucht werden.

Publikationen:

Michalak M.Beck E.Tigrak T.:
„Eine Grafik ist eine zwischenzahl zwischen Jungs und Mädchen“
Wie gehen Schülerinnen und Schüler mit und ohne Deutsch als Zweitsprache mit Grafiken um?

In: Bernt Ahrenholz, Stefan Jeuk, Beate Lütke, Jennifer Paetsch, Heike Roll (Hrsg.): Fachunterricht, Sprachbildung und SprachkompetenzenBerlin: Walter de Gruyter GmbH, 2019, S. 259 – 278 (DaZ-Forschung. Deutsch als Zweitsprache, Mehrsprachigkeit und Migration, Bd.18)

Beck E.Michalak M.Tigrak T.:
Schriftliche Auswertung von Grafiken in der Erst- und Zweitsprache Deutsch
In: ÖDaf-Mitteilungen (2018), S. 83 – 96

Michalak M.Müller B.:
Durch Sprache zum systematischen Denken
In: Arndt H (Hrsg.): Systematisches Denken im FachunterrichtErlangen: FAU University Press, 2017, S. 111-138

Budke A.Kuckuck M.Michalak M.Müller B.:
Praxis Geographie. Sand und Kies. Sedimente als Ressource
In: Praxis Geographie (2016), S. 46 – 50

Müller B.Michalak M.:
Vermittlung fachsprachlicher Kompetenzen Umgang mit diskontinuierlichen Darstellungsformen.
In: André Bresges, Bernadette Dilger, Thomas Hennemann, Johannes König, Heike Lindner, Andreas Rohde, Daniela Schmeinck (Hrsg.): Kompetenzen perspektivisch. Interdisziplinäre Impulse für die LehrerInnenbildung.Münster: Waxmann, 2015, S. 142-162

Das Sommercamp ist ein Forschungs-Lehr-Projekt, das jedes Jahr in Kooperation mit der Bürgerstiftung Nürnberg und dem Jugendamt der Stadt Nürnberg in den Sommerferien angeboten wird. Dieses Projekt ist auf Kinder zwischen 8 und 12 Jahren ausgerichtet.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Evelina Winter.

Das Forschungs- und Lehrprojekt Wi.L.D. wird als Kooperation mit der Stadt Erlangen an Erlangens Grund- und Mittelschulen für die sprachliche Förderung von Schülerinnen und Schülern angeboten.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Evelina Winter.