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Ringvorlesung

Nov 19
19. November 2019 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
St. Paul 01.005

Prof. Dr. Sanna Pohlmann-Rother & Dr. Sarah Désirée Lange, Universität Würzburg

„Auf jeden Fall sollte es angemessen gewürdigt werden“ – Empirische Ergebnisse zu den Überzeugungen von Grundschullehrkräften zum Umgang mit nicht-deutschen Erstsprachen im Unterricht

Der Diskurs zu Mehrsprachigkeit im schulischen Kontext ist in den letzten Jahren durch einen Perspektivenwechsel hin zu einem ressourcenorientierten Blick auf mögliche Lernchancen für alle Schülerinnen und Schüler geprägt. Zentral ist dabei die normative Forderung nach der Berücksichtigung von nicht-deutschen Erstsprachen der Schülerinnen und Schülern im Unterricht eines nach wie vor monolingual geprägten deutschen Schulsystems.

Mit der vorliegenden Studie wird untersucht, welche Überzeugungen Grundschullehrkräfte zum Umgang mit nicht-deutschen Erstsprachen im Unterricht aufweisen und welche Bedeutung formale und informelle Lerngelegenheiten für diese Überzeugungen haben. Die Ergebnisse der Fragebogenstudie (N=123 Grundschullehrkräfte) zeigen eine sehr heterogene Verteilung der erstsprachenintegrierenden Überzeugungen. Die Ergebnisse werden hinsichtlich der Bedeutung von Lerngelegenheiten in der Lehrkräftebildung und didaktischer Funktionen des Einbezugs von Erstsprachen in den Unterricht diskutiert.